1000 FRAUEN UND EIN TRAUM

55 min. / PAL / 16:9 / DigitalBETA / DVD
deutsche, englische, arabische, chinesische, japanische Version / DigiBETA + DVD



Eine OFFROAD REPORTS Zürich Filmproduktion  © 2005

Erstausstrahlung: Schweizer Fernsehen SF1, "Sternstunde", 4.12.2005

Eröffnungsfilm Human Rights Filmfestival 2006 Neuseeland / Suttner-Filmpreis 2008







Im Jahr 2005 gab es eine aussergewöhnliche Nomination für den Friedens-Nobelpreis. 1000 Frauen aus der ganzen Welt wurden gemeinsam für den bedeutendsten Friedenspreis nominiert: 1000 Frauen, deren Friedensarbeit Tag für Tag im Schatten der Medienöffentlichkeit stattfindet.







Die Nomination dieser 1000 Frauen wurde über zwei Jahre lang von der Schweiz aus vorbereitet. Der Dokumentarfilm "1000 Frauen und ein Traum" zeigt, wie aus der Idee einer Schweizer Politikerin ein globales Projekt geworden ist. Vor allem aber erzählt er beispielhafte Geschichten von mutigen Friedensfrauen.





Zum Beispiel von Maggie Barankitse, die in Burundi während der grossen Massaker im Bürgerkrieg Tausenden von Kindern das Leben gerettet und eine Zukunft geschaffen hat.





Oder von Naseeb Mohammad Shaikh im indischen Bundesstaat Gujarat, die Ehemann, Tochter und über dreissig nahe Verwandte bei den rassistischen Hetzjagden und Brandanschlägen von 2002 verloren hat und nun von Dorf zu Dorf zieht, um den Hass zwischen den Menschen zu bekämpfen.





Oder von Ellen Barry, die seit über dreissig Jahren Menschenrechtsverletzungen in US-Gefängnissen aufdeckt und sich für die Rechte von Strafgefangenen und ihrer Kinder einsetzt.





Oder von Ruchama Marton, der Ärztin, die mit einer mobilen Klinik hinter der Trenn-Mauer arbeitet. Mit ihrem konsequenten Engagement für die Rechte von PalästinenseInnen und BeduinInnen,ungeachtet auf welcher Seite der willkürlichen Grenzen sie leben, stösst Ruchama im eigenen Land auf Unverständnis.





Und auf der Gegenseite, im besetzten Westjordanland, kämpft die Palästinenserin Nafeesa Al Dek auf ihre Art für Frieden. Während der schwierigen Zeit der Abriegelung hat sie den Frauen in ihrem Dorf und darüber hinaus Arbeit und damit einen Lebensunterhalt verschafft. Ihr Haus ist zu einem Zentrum geworden, wo bis heute auch viele Kinder ein und aus gehen. Denn deren Bildung und Erziehung ist für Nafeesa eine Herzensangelegenheit.




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Die 1000 Frauen haben den Friedens-Nobelpreis nicht erhalten. Das Nobelpreis-Komitee hat sich 2005 für die Internationale Atomenergie-Behörde und ihren Direktor Mohamed El Baradei entschieden. Die Enttäuschung bei den Initiantinnen war gross.

Ein Ziel jedoch hat das Projekt trotz allem erreicht:Das Engagement von Frauen wie Maggie, Naseeb oder Ellen ist sichtbar geworden. Eine Ausstellung und ein Buch tragen die Geschichten der 1000 Friedensfrauen in alle Welt.



http://www.1000peacewomen.org


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